Profil des Fondsberaters
Duncan Thomson. Duncan begann seine Tätigkeit für die Gruppe im Jahr 1992 und ist verantwortlich für das Management und die Strategie der Geldmarktprodukte bei SWIP. Er betreut Anlagevermögen in weit gefächerten Mandaten, darunter einen der größten GBP-Geldmarktfonds der Welt mit AAA-Bonitätsrating, zahlreiche Kommunal- und Bausparfonds sowie Geldmarktfonds für Unternehmen. Duncan ist Mitglied des Fondsausschusses, dessen Aufgabe es ist, sämtliche Aspekte von SWIPs Kapitalmarktaktivitäten zu kontrollieren und zu überprüfen. Bevor er seine Tätigkeit bei SWIP aufnahm, war Duncan vier Jahre Assistant Fund Manager bei Manufacturers Hanover in London, wo er mit bargeldorientierten Fonds zu tun hatte. Er ist außerordentliches Mitglied des CFA UK.
Kommentar des Fondsberaters
Die Staatsverschuldung in der Eurozone war weiter das Hauptthema im Juni. Spekulationen darüber, ob Spanien in der Lage sein würde sein gewaltiges Staatsdefizit zu refinanzieren, sorgten für einen schlechten Monatsauftakt. Trotz Ankündigung eines strengen Sparpakets im vergangenen Monat blieben die Kreditkosten für Spanien unverändert hoch.
Die Finanzminister der EU-Staaten einigten sich schließlich über die Details des heftig diskutierten 750 Mrd. Euro schweren Rettungsschirms zur Absicherung des angeschlagenen Euros und zur Stützung notleidender EU-Mitgliedsstaaten. Überraschend für Analysten begann die EZB mit dem Aufkauf von Staatsanleihen. Dies geschah im Sinne der Liquiditätssicherung auf den Märkten und, so hofft man, um neues Vertrauen herzustellen. Diese Aufkäufe werden allerdings „sterilisiert”, d. h., sie werden durch Verkäufe anderer Wertpapiere ausgeglichen, um das Risiko einer Inflation möglichst gering zu halten.
Die europäischen Regulierungsbehörden beruhigten die Märkte vorübergehend durch die Mitteilung, dass die Ergebnisse der so genannten Banken-Stresstests im Juli veröffentlicht werden sollten. Man hofft, den Anlegern damit neues Vertrauen zu geben, entweder, indem Zweifel hinsichtlich der finanziellen Gesundheit von Banken ausgeräumt oder Probleme, die es zu lösen gilt, identifiziert werden. Anfang Juli bedeutete die Nachricht, dass der jüngste Drei-Monats-Tender der EZB auf relativ geringe Nachfrage gestoßen war, neuerlichen Auftrieb für die Händler, da dies hoffen ließ, dass die Liquidität im Finanzsystem besser war, als von vielen befürchtet.
Im Juni stiegen die Geldmarktsätze entlang der gesamten Renditekurve. Ursache hierfür waren vor allem Sorgen darüber, welche Auswirkung die Fälligkeit des ersten 12-Monatstenders auf die Liquiditätsniveaus und Kapitaldecken von Banken haben könnte. Vor dem Hintergrund des schwächelnden Aufschwungs und der aktuell scharfen Ausgabenbeschränkungen der öffentlichen Haushalte wird die EZB ein starkes Ansteigen der Geldmarktsätze höchstwahrscheinlich nicht zulassen. Der Dreimonats-LIBID endete 10 Basispunkte höher auf 0,53 %.
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