Profil des Fondsberaters
Duncan Thomson. Duncan begann seine Tätigkeit für die Gruppe im Jahr 1992 und ist verantwortlich für das Management und die Strategie der Geldmarktprodukte bei SWIP. Er betreut Anlagevermögen in weit gefächerten Mandaten, darunter einen der größten GBP-Geldmarktfonds der Welt mit AAA-Bonitätsrating, zahlreiche Kommunal- und Bausparfonds sowie Geldmarktfonds für Unternehmen. Duncan ist Mitglied des Fondsausschusses, dessen Aufgabe es ist, sämtliche Aspekte von SWIPs Kapitalmarktaktivitäten zu kontrollieren und zu überprüfen. Bevor er seine Tätigkeit bei SWIP aufnahm, war Duncan vier Jahre Assistant Fund Manager bei Manufacturers Hanover in London, wo er mit bargeldorientierten Fonds zu tun hatte. Er ist außerordentliches Mitglied des CFA UK.
Kommentar des Fondsberaters
Auf den Dollar-Geldmärkten spielten diesen Monat eine Reihe von technischen Faktoren eine Rolle. Erstens war vor den europäischen Banken-Stresstests der Handel von gewissen Namen signifikant niedriger. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse nahm das Interesse an diesen Namen dann schlagartig zu. Dies mag allerdings an dem Bedarf an mehr Geschäftspartnern am Markt gelegen haben als an den tatsächlichen Fundamentaldaten.
Zweitens müssen nach jüngsten regulatorischen Neuerungen in den USA Geldmarktfonds nun mehr liquide Mittel in kürzerfristigen Vermögenspositionen anlegen. Der Effekt davon war die Entstehung eines neuen Finanzinstruments, den „puttable”, also kündbaren, Instrumenten. Diese können als Teil einer verfügbaren Liquiditätsmasse angesehen und gleichzeitig von Banken zur langfristigen Finanzierung eingesetzt werden.
Und drittens haben sich auch die Erwartungen in Hinblick auf die nächsten Maßnahmen der US-Notenbank geändert. Der Markt geht jetzt davon aus, dass die quantitative Lockerung fürs Erste fortgesetzt wird und der Leitzins unverändert bleibt.
Diese Faktoren in ihrer Kombination führten dazu, dass sich der unaufhaltsame Anstieg der Geldmarktsätze im Juli umkehrte. Dies machte sich insbesondere am langen Ende der Zinsstrukturkurve bemerkbar, wo die Renditen um etwa 30 Basispunkte auf 0,8 % zurückgingen.
Die Konjunkturdaten im Juli fielen uneinheitlich aus. In der letzten Woche des Monats gaben besser als erwartete Zahlen bei den Neubauverkäufen (new home sales) der Wallstreet neuen Auftrieb. Allerdings sorgte schon bald das nachgebende Verbrauchervertrauen aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und wegen Sorgen um die Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs für Katerstimmung. Der letzte Handelstag brachte die Nachricht, dass das BIP für das zweite Quartal unter den Prognosen lag. Danach wuchs die US-Wirtschaft aufs Jahr gerechnet um nur 2,4 % und lag damit deutlich unter dem überprüften Wert von 3,7 % für das erste Quartal.
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